Urgesteinsmehl / Steinmehl – Mineralstoffe für den Rasen, als Tomatendünger uvm.

Was ist Steinmehl?

Urgesteinsmehl SteinmehlUrgesteinsmehl und Steinmehl ist fein gemahlenes Pulver meist vulkanischen Gesteins. Die enthaltenen Mineralien und Spurenelemente zersetzen sich langsam im Boden und werden so nach und nach planzenverfügbar.

Was ist der Unterschied zwischen Urgesteinsmehl und Steinmehl?

Generell wird zwischen Urgesteinsmehl und Steinmehl unterschieden. Urgesteinsmehl ist immer Basaltgestein. Dies ist basisches Ergussgestein, das einen hohen Anteil an Calcium-, Eisen- und Magnesium-Silikaten und calcium- und magnisiumreichen Feldspat, enthält. Das vulkanische Gestein ist gleichzeitig kieselsäurearm, das heißt es enthält nur geringe Mengen von SiO2 (Silziumdioxid). Basaltgesteinsmehl enthält viel Natrium, das bei feuchten Böden eingesetzt, die Fähigkeit überschüssiges Wasser zu binden, steigert.

Als Steinmehl wird das Mehl von verschiedenen basischen Ergussgesteinen bezeichnet.

Dies sind im Einzelnen:

  • Basalt
  • Diabas (Grünstein)
  • Quarz
  • Lava
  • Zeolith
  • und selten Granit

Steinmehl ist sehr fein zermahlenes Steinmaterial, mit einer Korngröße bis 0,063 mm und wird auch als Mehlkorn bezeichnet. Das Mehl von Lavagestein ist besonders wertvoll für die Humusbildung im Boden.

Auch Tonmehl (Bentonit) wird zu den Steinmehlen gezählt, obwohl dieses vollkommen andere Einsatzgebiete hat, da es über andere Eigenschaften verfügt (weiter unten finden Sie mehr zu den Tonmehlen).

Steinmehl für gesundes Pflanzenwachstum

Sowohl Urgesteinsmehl als auch Steinmehl sind sogenannte Bodenhilfsstoffe, welche die Böden mit mineralischen Spurenelementen versorgen. Für ein gesundes Pflanzenwachstum ist eine Grundversorgung unabdingbar, da viele Böden vor allem Eisen und Magnesium nicht mehr in ausreichenden Mengen enthalten. Basalt enthält weitere Metalle, die der Bodenqualität zuträglich sind, wie zum Beispiel Olivin oder Labradorit. Steinmehl ist kein Dünger im eigentlichen Sinn, da es zu wenige Hauptnährstoffe enthält. Dennoch leistet das vermahlene Vulkangestein einen sehr wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Bodenstruktur und wird vor allem im ökologisch orientierten Gartenbau eingesetzt. Außerdem kommt es bei der Herstellung von Pflanzenjauchen zum Einsatz.

Besonders positive Auswirkungen auf den Boden

  1. Die Wasserhaltefähigkeit wird gesteigert, das heißt, dass vor allem sandige Böden durch die Anreicherung mit Steinmehl und hier ganz speziell Tonmehl, in seiner Wasserhaltefähigkeit und Nährstoffkapazität aufgewertet wird.
  2. Organische Stoffe stehen den Bodenlebewesen direkt zur Verfügung. Bis die Pflanzen davon profitieren, kann es jedoch eine Weile dauern, gleichzeitig ist die Gefahr einer Überdüngung nicht gegeben. Ihr Gemüse wird somit keine zu hohen Nitratanteile aufweisen und auch das Grundwasser bleibt davor verschont.
  3. Die Fruchtbarkeit des Substrats wird erhöht. Durch die Anreicherung mit wichtigen Mineralstoffen wird die Qualität des Bodens erhöht. Gleichzeitig kann der pH-Wert des Bodens ausgeglichen werden, je nachdem welches Gesteinsmehl verwendet wird. Grundsätzlich werden die wertvollen Inhaltsstoffe des Steinmehls langsam an das Substrat abgegeben und müssen vollständig verwittern, bevor sie pflanzenverfügbar werden.

Anwendungmöglichkeiten von Steinmehl

Die Verbesserung der Bodenstruktur, sowie die Anreicherung der Böden mit Mineralstoffen, ist bereits ausgeführt worden. Steinmehl enthält unter anderem Spuren von Kalk, die der Bodenvorbereitung und der Regeneration stark beanspruchter Böden, dienen.

Außerdem ist Steinmehl ein wichtiger Stoff bei der Umstellung auf nachhaltig ökologische Bewirtschaftung. Die mit Spurenelementen versorgten Pflanzen sind widerstandsfähiger und das Bodenleben wird biologisch unterstützt.

Der Geruch von Gülle, Mist und selbstangesetzten Pflanzenjauchen wird gebunden, zusätzlich werden diese Stoffe durch den gebundenen Stickstoffanteil, pflanzenverträglicher.

Kompost verrottet schneller durch eine großzügige Gabe Gesteinsmehl.

Auch Winzer haben Steinmehl für sich entdeckt. Durch eine nachhaltige Versorgung der Böden in den Weinbergen, werden die Böden verbessert, was die Gesundheit der Rebstöcke fördert. Und das wiederum führt zu stabileren Zellwänden bei den Trauben und dies schützt die Früchte vor Pflanzen- bzw. Fruchtschädlingen. Bemerkenswert ist, dass so die Fäulnisrate der Trauben drastisch gesenkt werden kann und der von Winzern besonders gefürchtete Mehltau zurückgegangen ist.

Steinmehl als Tomatendünger

Vor der Anwendung von Gesteinsmehl als Dünger für Tomaten sollte eine Bodenanalyse durchgeführt werden um das richtige Gesteinsmehl auswählen zu können, damit wenn nötig der pH-Wert des Bodens ausgeglichen werden kann. Das passende Gesteinsmehl für den jeweiligen Tomatenstandort, bietet den Tomaten eine große Menge an Mineralstoffen, die für eine reiche und wohlschmeckende Tomatenernte wichtig sind. Folgende Mineralstoffe sind unter anderen enthalten: Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Mangan und Natrium. Für einen außergewöhnlich guten Geschmack Ihrer Tomaten ist eine gute Sorte ausschlaggebend und eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen und hier ist Calcium ausgesprochen wichtig.

Ein besonderer Vorteil der Tomatendüngung mit Steinmehl ist, dass der Boden durch die Düngung nicht belastet wird und eine Überversorgung kaum möglich ist. Somit stellt dieses eine gute Alternative zum Stickstoffdünger dar.

Der Einsatz von Steinmehl im Tomatenanbau ist vielfältig.

  • Trocken auf die Blätter gestäubt, legt sich das Gesteinsmehl als pudriger Belag auf die Tomatenblätter und schützt die Pflanzen vor Schädlingsbefall, wie z.B. Schneckenfraß oder Blattlausbefall. Auch beugt das Bestäuben der so gefürchteten Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans) vor.
  • Trocken verabreicht trägt das Steinmehl zu einer Bodenverbesserung bei und gemeinsam mit einer Mulchdecke aus Stroh, verringert sich die benötigte Wassermenge enorm.
  • Steinmehl bindet den Geruch von Pflanzenjauche und trägt mit dieser zur Gesundheit der Tomatenpflanzen bei, so dass Schädlinge und Pilzinfektionen kaum eine Chance haben.

Der richtige Einsatz von Gesteinsmehl für ein gesundes und ertragreiches Tomatenwachstum, sieht wie folgt aus: Im Herbst wird das Tomatenbeet mit 100 Gramm Steinmehl pro Quadratmeter bestäubt und untergeharkt. Beim Pflanzen der Tomaten wird jedes Pflanzloch noch einmal leicht bestäubt. Vier Wochen nach der Pflanzung können die Tomaten eine Düngegabe von einem gehäuften Teelöffel Steinmehl erhalten. Bei Bedarf kann dies nach ca. 4 Wochen wiederholt werden. Nach der Düngegabe müssen die Tomaten gut gewässert werden.

Weitere Einsatzmöglichkeiten von Gesteinsmehl

Wer freut sich nicht über einen schönen grünen Rasen im eigenen Garten. Auch hier kann Gesteinsmehl gute Dienste leisten, da für einen gepflegten Rasen eine gute Eisen- und Magnesiumversorgung unabdingbar ist. Wichtig ist auch hier, vor dem Einsatz von Steinmehl eine Bodenanalyse durchführen zu lassen, um das passende Steinmehl herauszufinden und für eine spätere genaue Dosierung.

Schöne und vor allem gesunde Rosen sind mit großem Aufwand verbunden. Setzen Sie doch in Zukunft Steinmehl für die Rosengesundheit ein, denn auch bei Rosen beugt Steinmehl den gefürchteten Pilzkrankheiten vor und die, in den Blättern eingelagerte Kieselsäure, verstärkt die Widerstandskraft der Rosen.

Eine Trockenbestäubung bei Erdbeerpflanzen und Pfirsichbäumen reduziert die Wahrscheinlichkeit durch einen Befall mit Pilzkrankheiten erheblich. Dies gilt vor allem dort, wo ein vorhandener Befall mit herkömmlichen Mitteln kaum noch zu bekämpfen ist. Hier kann die Pflanzengesundheit enorm gesteigert werden.

Alternativen zur Bodenverbesserung ist der klassische Bodenaktivator, für die Eisenversorgung kann auch ein Eisendünger sinnvoll sein, welcher ebenfalls bei der Moosbekämpfung wirksam ist. Für die Calcium- und Magnesiumversorgung kommt auch Rasenkalk in Betracht.

Tipps bei Schädlingsbefall

  1. Stäuben bei Insektenbefall: Bestäuben Sie die feuchten Blätter der betroffenen Pflanze. Damit wird verhindert, dass sich die Insekten weiter ausbreiten, da sie weder atmen noch sich bewegen können. Achten Sie beim Bestäuben unbedingt auf Bienenflugzeiten und bestäuben Sie Ihre Pflanzen zu anderen Zeiten.
  2. Spritzen gegen Pilzbefall: 200 – 300 Gramm Gesteinsmehl werden mit 10 Litern Wasser verdünnt und morgens oder abends auf die befallenen Blätter aufgesprüht. Das Versprühen muss bei trübem Wetter erfolgen, da ansonsten die Blätter verbrennen könnten und kann wöchentlich wiederholt werden. Die einmal angesetzte Spritzflüssigkeit ist haltbar, muss jedoch vor der Wiederverwendung aufgerührt werden.
  3. Baumanstrich: Als Frostschutz wird ein Brei aus Wasser und Gesteinsmehl auf den Baumstamm aufgestrichen. Dies schützt die Borke vor Schädlingsbefall und den Baum im Winter vor Frost.

Ein wichtiger Tipp:

Einige Pflanzen vertragen Steinmehl nicht. Dazu gehören Hortensien, Rhododendron, Azaleen, Kamelien und Heidelbeersträucher.

Unsere Empfehlungen

Modellname Link zum Angebot Menge Besonderheiten

Lava Union Urgesteinsmehl

>> Hier ansehen 20 KG aus Lavagestein

biolit Steinmehl

>> Hier ansehen 0,4 KG sehr ergiebig, da nur wenig benutzt wird

Neudorff Urgesteinsmehl

>> Hier ansehen 25 KG gute Mineralstoffversorgung

Cuxin Urgesteinsmehl

>> Hier ansehen 25 KG Bodenregenerierung

Oscorna Steinmehl

>> Hier ansehen 12,5 L sehr effektiv